Lebt und arbeitet in Dietikon.
Inspiriert durch das Licht der Provence entdeckt Lisa Schmid Ende 1970 die Malerei. Unterwegs mit der Staffelei in Dörfern und in der Landschaft, inmitten von Kräuterdüften, unter der Sonne des Südens entstehen minimalistische Landschaftsbilder und Häusergruppen in expressiver Farbgebung.
Ab Mitte 1980, im eigenen Atelier, wird, nebst Landschaften, auch das Thema Mensch wichtig. An Malsessionen mit einem befreundeten Künstler und Modellen schafft Lisa Schmid die ersten figurativen Werke. Ebenso Aktskizzen, angefertigt während eines Studienaufenthalts in Salzburg, werden kostümiert und in starken Farben auf die Leinwand übertragen. Ob Landschaft oder Mensch, es ist nie die exakte, naturgetreue und perspektivisch richtige Umsetzung des Motivs von Bedeutung, sondern die mit den Augen und Sinnen der Malerin wahrgenommene Sicht des Objekts.
In einer dritten Schaffensphase verdrängen Intuition und Phantasie die Vorgabe immer mehr. Das Malen wird zum Dialog mit dem Selbst. Nicht mehr das mit Augen und Sinnen Wahrgenommene, sondern ganze Geschichten werden in Farbkompositionen umgewandelt, Visionen in Farbe getaucht. Bilder werden vielschichtig, es wird mehrmals übermalt, abgekratzt und abgewaschen, weil sich die Geschichte während des Arbeitens auflöst und immer wieder neu entsteht.
Für Lisa Schmid ist der Prozess das Faszinierende, die Poesie der Farben, das Arbeiten, bis das Bild eine Seele hat.