Lebt und arbeitet in Zürich.
Antonia Hersche beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit nicht vollständig kontrollierbaren und fassbaren Prozessen, wie sie in der Natur, im menschlichen Körper und in der Psyche vorkommen. In einer weiten stilistischen Vielfalt präsentiert sie in ihren neusten Werken Verwachsungen und Mutationen von ineinander verschachtelten Figuren und Wesen. Konkret gezeigt werden Bilderserien von verwachsenen Pflanzen, dabei ein Bild von einem Baumstrunk, welches den Betrachter bei längerem Verweilen in dessen mikrokosmisches Innenleben hineinführt, und von phantastischen und menschlichen Kreaturen, die aus vorerst unsichtbaren Strukturen hervortreten. Dieser vor den Alltagsaugen in der Regel verborgene Kosmos bringt die Malerin auf eine eigene, unverkennbare Art und Weise zum Vorschein.
Als Untergrund für ihre Bilder verwendet die Künstlerin unterschiedliche Materialien wie Fotos, Karton, Leinwand und Papier, welche sie mit Oelkreide, Acryl, Bleistift, Gouache oder Tusche bearbeitet. Der Entstehungsprozess ihrer Bilder ist massgeblich geprägt durch das intuitive und assoziative Ausprobieren von verschiedenen Techniken und Materialien. Bei den mit Oelkreide gemalten Bildern wird am stärksten greifbar, wie die Malerin Motive aufbaut und modelliert, indem sie die aufgetragene Farbe zudeckt oder wegwischt, um mittels verschiedener Bildebenen die Vielschichtigkeit der verwachsenen Phänomene hinein- und herauszuarbeiten.
Die in Uster geborene Künstlerin hat von 1993 bis 1998 an der Zürcher Hochschule der Künste Film studiert und beschäftigt sich seit 2003 auch vertieft mit Malerei und Kunst im öffentlichen Raum.